Greta M. Grossman

 

Greta Magnusson Grossman

Greta Magnusson Grossman (1906-1999) blickt auf eine vierzigjährige erfolgreiche Karriere auf zwei Kontinenten zurück: Europa und Nordamerika und agierte als Bewegerin und Schüttlerin in der männlich dominierten Welt des modernen Designs der Mitte des Jahrhunderts. Ihre Errungenschaften waren zahlreich und umfassten Industriedesign, Innendesign und Architektur. Nachdem sie 1933 ihr Stipendium an der renommierten Stockholmer Kunstinstitution Konstfack erfolgreich abgeschlossen hatte, eröffnete sie in Stockholm das Studio, eine Kombination aus Laden und Werkstatt. Im selben Jahr heiratete Greta M. Grossman den Jazzmusiker Billy Grossman, mit dem sie später in die Vereinigten Staaten emigrierte und sich in Los Angeles niederließ.

Nach ihrer Ankunft in Kalifornien im Jahr 1940 eröffnete Grossman ein gut publiziertes Geschäft am Rodeo Drive, wo sie zu den ersten gehörte, die die skandinavische moderne Ästhetik in die aufkeimende Modernistenszene Südkaliforniens brachte. Ihre einzigartige Herangehensweise an die schwedische Moderne war in Los Angeles sofort ein Hit, und schon bald zog sie berühmte Kunden an, darunter Greta Garbo, Ingrid Bergman, Joan Fontaine, Gracie Allen und Frank Sinatra, und es dauerte nicht lange, bis sie neben Leuten wie Charles Eames und Isamu Noguchi auftrat. 

Grossman ist zwar die Architektin hinter mehr als 15 Zuhäusern auf der ganzen Welt, von Kalifornien bis Schweden, doch ist sie vor allem für ihre industriellen Entwürfe bekannt, wobei die Gräshoppa-Stehleuchte und die Cobra-Tischlampe zu den berühmtesten Werken gehören.

In den 1940er und 50er Jahren stellte Grossman ihre Entwürfe weltweit in Museen aus, darunter das MoMA in New York und das Nationalmuseum in Stockholm. Doch unerklärlicherweise verschwand Grossmans Name nach ihrer Pensionierung in den späten 1960er Jahren so gut wie aus der Designlandschaft.